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Unzulässige Schreibhilfe bei eigenhändigem Testament


Die bequemste und preisgünstigste Möglichkeit, ein Testament zu erstellen, ist es, eigenhändig eine letztwillige Verfügung zu schreiben. Dazu muss das gesamte Testament handschriftlich verfasst und unterschrieben werden. Wenn der Verfügende bereits sehr geschwächt ist, darf eine andere Person bei der Abfassung nur im gesetzlichen Rahmen Hilfestellung leisten. Dazu gehören reine Stützungshandlungen, keine Einflussnahme auf die Schreibleistung jedoch, die darüber hinausgeht. Ansonsten würde dies zur Unwirksamkeit des Testaments führen, gleichviel, ob die Erklärung den wirklichen Willen des Erblassers wiedergibt oder nicht.

Maßgeblich allein ist es, ob sich anhand eines Vergleiches mit der Handschrift des Verfügenden aus gesunden Zeiten noch ausreichende Gestaltungselemente erblicken lassen, die seiner Handschrift entsprechen. Wenn der Text nach der Augenscheinnahme durch das Gericht vielmehr deutliche Ähnlichkeiten mit der Schrift der helfenden Person aufweisen, ist das Schriftstück nicht als wirksames Testament anzusehen. Zweifel gehen zulasten der Person, die den Erbanspruch aus dem Schriftstück geltend macht.

 

Beschluss des OLG Hamm vom 02.10.2012

I-15 W 231/12

FGPrax 2013, 29

Rpfleger 2013, 150


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