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Verkaufsverbot von Markenware bei eBay - eBay geht in die Offensive


Die Handelsplattform eBay geht in die Offensive. Nachdem in den vergangenen Monaten und Jahren zahlreiche Hersteller von Markenartikeln dazu übergegangen sind, den Vertrieb Ihrer Produkte auf Handelsplattformen wie eBay zu untersagen, wendet sich nun eBay in einer E-Mail an seine Mitglieder. Darin ist zu lesen:

ebay aufruf petition

Das Eigeninteresse seitens eBay ist offensichtlich. Nachdem Mitte 2012 der Sportartikelhersteller Adidas seinen Händlern untersagte, künftig Waren über Online-Plattformen wie Amazon oder eBay anzubieten, steht eBay unter Druck. Ziel der Unternehmen wie Asics, Adidas oder Nike ist es sicher zu stellen, dass die Produkte über die Webseiten der Handelspartner oder die eigenen Webseite verkauft werden; weg von der „Geiz ist Geil“- Mentalität und dem „Billigimage“ dieser Plattformen, hin zum Markenshop.

Der Druck der auf eBay lastet, scheint nun offensichtlich so groß zu werden, dass man sich veranlasst sieht, derartige E-Mails zu versenden. Eine Suche nach dem Markennamen „adidas“ bei eBay zeigt warum. So liefert diese Suche, ebenso wie bei der Marke „nike“ deutlich über 70.000 Treffer. Bedenkt man, dass auch immer mehr „kleinere“ Unternehmen Ihre Marke nicht mit derartigen Verkaufsformaten in Zusammenhang sehen wollen, sind die Bemühungen von eBay verständlich - schließlich sind gerade diese Markenhersteller ein „Umsatzbringer“ bei eBay.

Die Problematik ist nicht neu und nicht unumstritten. Nachdem bereits 2007 das Landgericht Berlin einen Markenartikelhersteller bei der Durchsetzung seines Vertriebsverbots auf Handelsplattformen wie eBay zurecht wies, erachtete das LG Mannheim dieses Vorgehen als nicht beanstandungswürdig. Das OLG Karlsruhe bestätigte dies. Der Lieferstopp eines Herstellers von Markenprodukten gegenüber einem Fachhändler, der diese Produkte über eBay vertreibt, wurde seitens des OLG Karlsruhe als zulässig erachtet.

Die Fronten sind verhärtet und es bleibt zunächst einmal abzuwarten, wie der Petitionsaufruf seitens eBay von den Händlern angenommen wird. Denn unserer Erfahrung nach sind bei Weitem nicht alle Händler Verkaufsformaten wie eBay und Amazon wohlgesonnen. Auf der Facebook-Seite von „Choice in ecommerce“ finden sich zurzeit mehr Beiträge von Händlern, die die Position der Markenartikelhersteller unterstützen.

Ihr Ansprechpartner

Kommentare (1)

  • Fredy

    07 September 2013 um 09:33 |
    Wenn man sich die Facebookseite von „Choice in ecommerce“ mit heute knapp über 700 "Gefällt mir" Angaben so anschaut, dürfte das ganze eine riesen Luftnummer geben...

    Wenn man sich weiter vergegenwärtigt, dass auf der Facebookseite von „Choice in ecommerce“ nicht einmal ein Impressum zu finden ist, wirft das ein entsprechendes Licht auf die Aktion. Bin mal gespannt ob hier tatsächlich jemand unterschreibt. Hoffe die Ergebnisse werden auch veröffentlicht....

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