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Arbeitgeberbeleidigung durch Anklicken des "Gefällt-mir-Buttons" auf Facebook


 

Soziale Netzwerke wie beispielsweise Facebook sind zu einer öffentlichen Plattform geworden. Dementsprechend müssen Mitglieder sich darüber bewusst sein, dass bestimmte Aktionen ihrem Arbeitgeber zugetragen werden können. Die Konsequenzen von ungebührlichem Verhalten oder sogar Beleidungen auf Kosten des Arbeitgebers oder anderweitig mit dem Betrieb gekoppelten Personen wie Kunden usw. innerhalb solcher sozialer Netzwerke können bis hin zur fristlosen Kündigung reichen. 

Das Arbeitsgericht Dessau-Roßlau macht indes deutlich, dass es sich bei einer Beleidigung oder dem ungebührlichen Verhalten gegenüber dem Arbeitgeber nicht um einen persönlichen und selbst erstellten Beitrag des Arbeitnehmers handeln muss. Selbst das Betätigen des „Gefällt-mir-Buttons“ eines solchen beleidigenden Beitrags anderer Teilnehmer des betreffenden sozialen Netzwerks kann eine fristlose Kündigung nach sich ziehen. Eine Kündigung ohne Abmahnung ist möglich, wenn das Fehlverhalten des Arbeitnehmers besonders schwer wiegt. 

Urteil des ArbG Dessau-Roßlau vom 21.03.2012

1 Ca 148/11

jurisPR-ITR 12/2012, Anm. 2

K&R 2012, 442

 

 


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