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Abzocke durch Partnervermittlung / Partnerbörsen / Dating-Agenturen


Abzocke durch Partnervermittlung / Partnerbörsen / Dating-Agenturen

Die Sehnsucht von alleinstehenden Frauen und Männern, den richtigen Partner für das Leben zu finden, hat sich für die Betreiber von Singleagenturen, Partnervermittlungen, Hochzeitsagenturen und Singlebörsen zu einem lukrativen Geschäftsmodell entwickelt.

Unter den zahlreichen vertrauensvollen Anbietern unterschiedlicher Partnervermittlungen finden sich jedoch leider ebenso Unternehmen, die alles andere verfolgen, als ihren Kunden einen Lebenspartner zu vermitteln: Es stehen äußerst hohe Vermittlungskosten, Provisionen oder Vertragskosten im Vordergrund, zu deren Zahlung sich der arglose und unbedarfte Single durch Unterschriften oder den Abschluß von Online-Verträgen verpflichtet hat.

Das Ausmaß dieser Arglosigkeit wird in diesen Fällen leider auch erst dann ersichtlich, wenn die Rechnung ins Hause flattert und der/die Alleinstehende dann schockiert zur Kenntnis nehmen muß, daß ein Vertrag abgeschlossen worden ist, aus dem es (vermeintlich) keinen Ausweg mehr gibt und der zugunsten der Partnervermittlungen Zahlungspflichten von zum Teil mehreren tausend Euro vorsieht. Wenn hierbei Beträge von 8.800,00 EUR oder gar 9.500,00 EUR gefordert werden, stellen sich mitunter natürlich auch existentielle Fragen.

Diesen angeblich berechtigten Forderungen gehen unterschiedlichen Formen der „Bauernfängerei“ voraus – so kann die Abzocke beispielsweise mit einem Haustürbesuch, einen Angebot im Internet oder in Zeitungen und Anzeigenblättchen oder durch SMS-Dienste einen Anfang finden. Zunächst einmal scheinen die entsprechenden Angebote für die bzw. den Suchenden vielversprechend: Die Hoffnung, die bildschöne, intelligente, aufgeschlossene und familienliebende „Anna“ oder den wohlhabenden, smarten, sportlichen sowie vielseitig interessierten „Tom“ endlich persönlich kennenzulernen, scheint zum Greifen nahe, ein Traum ginge damit unkompliziert und vor allem auch günstig in Erfüllung – man sieht sich quasi schon gemeinsam mit der „besseren Hälfte“ durch das Leben gehen.

Was sich diesen Hoffnungen jedoch anschließen kann, ist das Geschäftsmodell der Abzocker. So wird berichtet, daß es – bevor der langersehnte Lebenspartner kennengelernt werden „darf“ – bspw. zu Hausbesuchen durch Vertreter der Partnervermittlungsagenturen kommt. In mehrstündigen Gesprächen wird der suchende Single manipuliert und gegen Ende des vielversprechenden Gesprächs unter Ausnutzung der Euphorie zur Abgabe von Unterschriften verleitet – dies natürlich aus angeblich rein formalen Gründen.

Die so unterzeichneten Unterlagen werden durch die Vertreter der Partnervermittlungsagenturen eingesteckt und Kopien – wenn überhaupt – erst nach Ablauf sämtlicher Widerrufsfristen und Rücktrittsfristen an den Suchenden übersandt, natürlich mit einer saftigen Rechnung. Da diese unseriösen Unternehmen natürlich wissen, daß der soeben über das Ohr gehauene Single nicht mal eben 9.500,00 € überweisen kann, wird auch gleich das großzügige Angebot unterbreitet, die Kosten in monatlichen Raten zu je 100,00 € abzuzahlen (das Geschäft mit der Liebe ist natürlich menschlich). „Anna“ und „Tom“ bleiben jedoch unnahbar – eine Kontaktvermittlung erfolgt nicht oder völlig unzureichend.

Selbstverständlich sollten derartige Verträge nicht in einer übereilten Aktion unterzeichnet werden. Seriöse Unternehmen legen sämtliche Vertragsbestandteile offen, niemand „zwingt“ Sie zur Unterschrift und die Einräumung einer Bedenkzeit sollte selbstverständlich sein.

Wenn dem nicht so ist und der Vertreter einer Partneragentur gleich im ersten Gespräch Unterschriften von Ihnen verlangt, sollten Sie also hellhörig werden und kritisch hinterfragen, was mit diesen Unterschriften bezweckt wird und welche Auswirkungen sich für Sie daraus ergeben.

Falls Sie jedoch bereits auf die Masche der Abzocker hereingefallen sein sollten und dies erst später merken, ggf. auch erst dann, wenn Rechnungen, Mahnungen oder Ratenzahlungsvereinbarungen bei Ihnen eingegangen sind, sollten Sie nicht länger zögern und umgehend anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

In vielen Fällen ist die Rechtslage – entgegen der Behauptungen der Partnervermittlungen – eben nicht aussichtslos. Ob ein Anspruch auf Rückzahlung besteht oder zumindest weitere Zahlungen vermieden werden können, ist immer im Einzelfall zu prüfen. Da jedoch einige Möglichkeiten, gegen die Forderungen anzugehen, auch fristabhängig sind, steht hierbei ebenso der Zeitfaktor im Vordergrund.

Fragen Sie daher rechtzeitig die Anwältin / den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens und lassen Ihren Fall somit von einem Fachmann überprüfen. Empfehlenswert ist es dabei natürlich, eine entsprechende Honorarvereinbarung zu treffen, um zumindest insoweit zu wissen, was Sie finanziell erwartet.

Natürlich können Sie sich bei Rückfragen auch gern an uns wenden.

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Kommentare (3)

  • Barney-2016

    09 März 2017 um 17:21 |
    Hallo an jeden der damit liebäugelt, sich auf ein Inserat bezüglich Partnersuche „Sie sucht Ihn“ zu melden und bei welchem z.B. dabei steht Telefonnummer pv oder sms.

    Ich habe das so getan und schildere hier meine gemachten Erfahrungen mit einer Partnervermittlung im Altmühltal im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz, welche damit Werbung macht, seit mehr als 25 Jahren Herzen zu verbinden ……………. es kann gut sein, dass Euer Herz dann verbunden werden muss (mit einem Pressverband) wenn auf dem Tisch liegt, was Ihr für Euer teuer Geld dann eigentlich geliefert bekommt.

    Nachdem die Kontaktdaten der Damen, nach getätigter Zahlung, 2 Tage später bei mir in Haus geflattert kamen, stand da z.B. ich solle mich nicht wundern, wenn eine der Damen bei mir anruft weil jede über mich informiert wurde. Es hat etwas länger gedauert bis ich wenigstens 6 Damen ans Telefon bekommen habe und was sich als erstes herausgestellt hat war, nicht alle wurden über mich informiert und alle ohne Ausnahme hatten sich vor mehr als 2 Jahren, weil kostenfrei, bei der Vermittlung aufnehmen lassen. Die Suche der meisten Damen nach einem Partner ist schon lange nicht mehr aktuell und es wurden mir so gesehen 8 Karteileichen verkauft. Bei einer Dame war die Telefonnummer falsch, eine hat mich ständig weggedrückt, bei einer ging immer nur die Mailbox ran, Ich denke auch, dass es sich fast erübrigt noch zu sagen, bei 3 Damen von den 8 Empfehlungen die ich bekommen und kontaktiert habe sagten diese ob ich die Nummer der Partnervermittlung habe und hergebe weil die müssten sich da mal abmelden. Drei Damen waren vom Alter her für mich über der Schallmauer und es ist gerade mal mit einer Dame ein sms Kontakt zustande gekommen und die Dame wohnt ca. 70 Kilometer von mir entfernt, ist fast 40 cm kleiner als ich und im Grunde ein Sozialfall.

    Ich habe mich daraufhin, dazu genötigt gefühlt, auf die von der Partnervermittlung gewünschte Rückmeldung zu dem Erhalt der Daten, in Briefform zu reagieren Ich habe doch tatsächlich dann von dem Herrn dem die Vermittlung gehört einen Anruf bekommen, ich sagte dass ich ihm schon empfehlen würde seine Daten zu aktualisieren und die Antwort darauf war, was kann denn er dafür wenn sich die Damen ständig nicht abmelden. Das war die falsche Antwort für mich …….. Ich füge
    hier den Text des Briefes an die Vermittlung noch mit ein.


    Sehr geehrter Herr E…..,


    heute habe ich per Brief die aus meinem, mit Ihrem Unternehmen geschlossenen „Dienstleistungsauftrag“ 8 Partnerempfehlungen erhalten.

    In Ihrem Schreiben steht, ich soll mich nach Erhalt schnellstmöglich melden, ich verstehe
    zwar nicht warum weil ich denke, wenn einer so etwas per Einwurfeinschreiben versendet,
    demjenigen doch auch klar sein müsste, dass der Brief dann auch zugestellt wird.

    Ich habe mich wegen der gewünschten Rückmeldung für die Form des Briefes entschieden,
    der Grund dafür ist, ich habe keine Lust auf einen Anrufbeantworter zu brabbeln und ausserdem, habe ich zu meinen Partnerempfehlungen das eine oder andere anzumerken und möglicherweise schaffe ich es mit der Schriftform ja, dass es Ihnen ein wenig die Schamesröte ins Gesicht treibt.

    Ich hatte mich auf ein Inserat in der Rundschau per sms gemeldet, (dies war eine der angebotenen
    Möglichkeiten,) in welchem etwas von einer 43 jährigen Gärtnerin geschrieben stand die nicht mehr
    so alleine sein möchte. Nach ein oder 2 Tagen bekam ich dann von Ihrem Rückrufservice einen
    Anruf, ich musste angeben wer und wo ich bin und beim nächsten Anruf Ihrer Mitarbeiterin Irene
    W…….., wurde mit dieser Dame bei mir zu Hause ein Termin vereinbart.
    Dieser Termin fand am 31.01.2017 statt. Die Irene hatte Unterlagen von 2 Damen dabei, einmal
    besagte Gärtnerin aus dem Umkreis, völlig unabhängig und verwitwet, ca. 165 cm groß und dunkelblond. Die Daten der zweiten Dame waren, weil ich der Irene mitunter am Telefon schon Angaben zu meinem Hobby gemacht hatte und sie so die Daten einer Dame dabei hatte, die in der selben Richtung unterwegs ist. Eine Dame 39 Jahre alt aus dem Umkreis, auch verwitwet aber mit gleichem Hobby. Sie kommt aus einer Landwirtschaft, ist aber beruflich als Steuerfachangestellte unterwegs, dunkelblond mit blonden Strähnen und etwas größer als die Gärtnerin. Die Aussage von Irene war, wenn das mit der Dame was wird, nicht dass du böse bist, wenn die in euerem gemeinsamen Hobby eine bessere Figur machen würde als du. Das nur am Rande bemerkt.

    Ich hatte die Irene auch gefragt, wenn ich dann 8 Partnervorschläge bekomme, wo denn die Damen so her kommen, mir hilft es ja nicht, wenn ich hier bei mir sitze und zur Partnerin dann elendig weite Strecken zu fahren habe. Irene sagte nein nein, das wissen wir selber, die Damen sind alle aus deinem Umkreis. Ich hätte wirklich fragen sollen, was sie unter Umkreis versteht.

    Ich habe nach dem Beratungsgespräch und nach all den von Irene getätigten Aussagen meinen „Dienstleistungsauftrag“ unterschrieben, Irene sagte, erst unterschreiben, dann Geld bezahlen und nach Zahlungseingang bekommst du die nötigen Daten per Brief zugesendet.

    Ihren Brief habe ich heute erhalten und ich bin auf das Äusserste enttäuscht, dafür gibt
    es mehrere Gründe:

    Als erstes sollte man meinen, dass ein Vertragspartner der ein so saftiges Honorar nimmt, doch wenigstens lesen kann. Damit meine ich die Angaben die ich über mich gemacht habe und da hat die Irene auf meinem Datenblatt z.B. aufgeschrieben, ich suche eine Partnerin zwischen 40 und 45 Jahre alt. Das mit aus dem Umkreis hat sie leider nicht notiert, aber gesagt. Ich habe die Aussagen von Irene auch so verstanden, dass in den Daten welche ich für mein Geld bekomme, wenigstens die beiden Damen dabei wären, mit welchen ich geködert worden bin.

    Seien Sie doch bitte so gut und schauen sich meine Partnerempfehlungen mal an, da sind dann schon mal 4 Damen dabei die über 45 Jahre „jung“ sind und was den Umkreis betrifft meine
    ich wären für mich gerade mal 3 Damen dabei, bei denen die Entfernung noch erträglich wäre.
    Wenn Sie der Meinung sind, 3 Damen in Regensburg, eine in Amberg und eine in Ingolstadt, würden sich in meinem näheren Umkreis befinden, wäre es natürlich was anderes. Sie hätten ja auch welche aus München, Stuttgart, Hamburg oder Berlin hernehmen können um Ihre Pflicht mit den 8 Empfehlungen hin zu bekommen, kann ich eigentlich über Regensburg, Amberg und Ingolstadt noch froh sein, oder ?

    Ich habe wirklich gedacht, dass Ihre Firma ein Interesse an „zufriedenen Kunden“ hätte als mir die Irene einen ganzen Stapel „Dankesschreiben“ von erfolgreich vermittelten Paaren vor die Nase gelegt hat.

    Ich habe mich getäuscht, wie es aussieht geht es nur um schnell, viel Geld kassieren zu können und was der Kunde dafür bekommt ist zweitrangig und deshalb komme ich mir, mit dem was Sie da abgeliefert haben, einfach nur ganz heftig verarscht vor. Ich denke gerade wirklich darüber nach, wie ich es an die Öffentlichkeit bringen könnte, was „Partnervermittlung“ für mich bedeutet hat.


    Mit freundlichen Grüßen

    antworten

  • Mancho

    17 September 2011 um 15:51 |
    Nachtrag:

    Meine Vermutung ist einfach:

    Durch Mitarbeiter der Single-Börse werden Kontaktwünsche "vorgegaukelt", bis der ange"zwinkerte" potentielle Kunde eine kostenpflichtige Mitgliedschaft eingeht.

    Danach versiegt die Kommunikation sehr schnell im Sande....

    antworten

  • Mancho

    17 September 2011 um 15:45 |
    In den 8 Jahren der Teilnahme (kostenpflichtig oder als "Basis-Mitglied" ohne Zahlung)
    auf diversen Single-Portalen, taucht bei mir zu alledem die Vermutung auf,
    dass es Single-Websites gibt, die eine weitere versteckte Methode gefunden haben,
    Leute dazu zu animieren, den Status "Basic-Mitglied" (sehen können, meist eingeschränkt - aber nicht antworten können) zur Zahlung zu verlassen, um endlich dem "Angebot antworten zu können" ....

    Ich habe konkret 2 Seiten im Verdacht...

    Hintergrund:
    Der nicht zahlende Teilnehmer wird in mehrmonatigen Abständen massiv mit "Küssen, Stupsern, Grußnachrichten und dergleichen" bombadiert, meist von mehreren Personen alles der Reihe nach - aber nicht eine einzige echte Nachricht!
    Zumal im eigenen Beschreibungstext drin steht, dass ich nicht antworten kann.
    Also sollte jede 2. oder 4. Person das schnallen und eine Nachricht mit einer Mailadresse schreiben und nicht bloß 2-4 der anonymen Kontaktgesuche...)...

    Ich hatte mich dann auf der einen Plattform auch mal für 1 Monat zur Zahlung "hinreißen" lassen und 3 oder 4 Personen geantwortet.
    .... Keine Regung - oder 2-3 Antworten - dann Sende-Ende.....

    Auf anderen (kostenlosen) Portalen, schreibe ich, wenn ich denn schon antworte, meist tagelang, wochenlang hin und her.... !


    Tja, nur ein Verdacht. Aber schon komisch - oder?

    M

    antworten

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