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Rechnung / Mahnung der „Gewerbeauskunft-Zentrale“ - Firma GWE-Wirtschaftsinformations-GmbH

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Geschrieben von Rechtsanwalt Alexander F. Bräuer   
Dienstag, 27. Juli 2010

Die Firma GWE-Wirtschaftsinformations GmbH, vertreten durch den Geschäftsführer Sebastian Cyperski, Hauptstr. 34, 40597 Düsseldorf, handelnd unter der Bezeichnung „Gewerbeauskunft-Zentrale“ sowie auf den Internetseiten gwe-wirtschaftsinformation.de und gewerbeauskunft-zentrale.de versendet derzeit an unterschiedliche Gewerbetreibende Rechnungen für Internet-Brancheneinträge.

Erst mit Erhalt der Rechnung realisieren die Unternehmer jedoch, was im Vorfeld eigentlich geschehen ist und weshalb nun erhebliche Forderungen durch die „Gewerbeauskunft-Zentrale“ geltend gemacht werden:

Zunächst wird den Unternehmern ein Eintragsformular per Post übersandt. Die unternehmensbezogenen Daten des Empfängers sind bereits voreingetragen – der Gewerbetreibende wird lediglich dazu aufgefordert, die bisherigen Angaben zu ergänzen oder zu korrigieren und das Formular sodann unterzeichnet per Telefax an die Firma GWE-Wirtschaftsinformations GmbH zurückzusenden.

Postwendend erhält der Unternehmer sodann eine saftige Rechnung der Firma GWE-Wirtschaftsinformations GmbH.

Den Grund für diese Rechnung findet der Unternehmer allerdings nur, wenn er sich trotz aller Hektik des Geschäftsalltages die Zeit genommen hätte, um sich auch das Kleingedruckte durchzulesen und die dortigen Abkürzen richtig zu entschlüsseln: Nämlich ausschließlich im kleingedruckten Fließtext findet sich der leicht überlesbare Hinweis, daß durch Unterzeichnung und Rücksendung des Formulars ein kostenpflichtiger Vertrag über die Darstellung seiner Anschrift sowie seiner Telefon- und Telefaxnummer nebst E-Mail- und Internetadresse mit einer Laufzeit von 2 Jahren zustande kommt und daß der Unternehmer für diese Leistung 39,85 EUR im Monat (natürlich zuzüglich der Umsatzsteuer) zu entrichten hat.

In dem uns vorliegenden Formular lautet der versteckte sowie völlig verklausulierte Kostenhinweis wie folgt: Basiseintrag:

Name, Adresse, Telefon, Telefax, Informationstext, E-mail,
Internetadresse inklusive Verlinkung auf Ihre Homepage
und einem integriertem automatischem Routenplaner.
Marketingbeitrag mtl. Zzgl.Ust:Eur 39,85. Die Aktuali-
sierung und Berechnung erfolgt einmal pro Jahr.

Eines wird deutlich: Wollte man redlich und lauter seine Leistungen anbieten, hätte dieser Hinweis durchaus etwas klarer und auffälliger erfolgen können.

Damit jedoch nicht genug: Ebenfalls bloß im Kleingedruckten findet man bei genauer Betrachtung den weiteren Hinweis, daß die Branchen-Eintragung „unter der Gewerbeauskunft-Zentrale.de innerhalb weniger Arbeitstage nach Rücksendung dieses behörden- und kammerunabhängigen Angebots“ erfolgen soll. Sodann heißt es wörtlich „Es besteht bisher keinerlei Geschäftsbeziehung.“.

Ausweislich dieser Ankündigung dürfen wir also gespannt sein, wann die ersten öffentlichen Kammern und staatlichen Behörden mit der Firma GWE-Wirtschaftsinformations GmbH zusammenarbeiten werden – obgleich wir dies nicht für wahrscheinlich halten.

Erst zum Schluß des fließtextartigen Kleingedruckten wird der Unternehmer dann auch noch darüber „in Kenntnis gesetzt“, daß er sich mit seiner Unterschrift zwei Jahre an die Firma GWE-Wirtschaftsinformations GmbH binden wird.

Zum endgültigen Vertragsschluß wird der Unternehmer sodann letztlich mit einer Rückantwort per Telefax an eine 0800-er-Telefonnummer gelockt. In deutlich großen sowie fettgedruckten Buchstaben wird er zu seiner Freude zumindest darüber informiert, daß die Rückantwort gebührenfrei erfolgt.

Es kommt, was kommen mußte: Der Unternehmer erhält nun nach Absendung des Vertrages eine Rechnung über die Registrierung des Betriebes. Zunächst für ein Jahr verlangt die Firma GWE-Wirtschaftsinformations GmbH für die Eintragung auf der Adreßdatenbank gewerbeauskunft-zentrale.de einen Obolus in Höhe von 478,20 EUR netto – also 569,06 EUR brutto.

Nicht sonderlich vertrauenserweckend erfolgt der die Rechnung abschließende Hinweis:

„Beachten Sie, daß nach Ablauf der Zahlungsfrist die zwangsweise Einziehung des Betrages ohne vorherige Mahnung zulässig ist und erhebliche Kosten für Sie verursacht.“

Geschrieben – getan:

Bereits 14 Tage (!!!) nach Rechnungsdatum erhält der Rechnungsempfänger die „Letzte Mahnung“ von der Firma GWE-Wirtschaftsinformations GmbH, dies verbunden mit der Einleitung „zu folgender Rechnung konnten wir immer noch keinen Zahlungseingang feststellen“ (was nach 14 Tagen ab Rechnungsdatum schon sehr außergewöhnlich ist) sowie der Aufforderung, den ausstehenden Betrag innerhalb einer Woche zu überweisen und dem Hinweis, daß andernfalls ein gerichtlicher zwangsweiser Einzug veranlasst würde.

Entgegenkommend ist die Firma GWE-Wirtschaftsinformations GmbH allerdings mit den Mahngebühren – hier werden nur 5,00 EUR verlangt.

Nach alledem können wir Ihnen nach Erhalt einer Rechnung der Firma GWE-Wirtschaftsinformations GmbH nur empfehlen, nicht blind irgendwelche Forderungen zu begleichen, sondern sich stattdessen an den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu wenden.

 




Selbst auch betroffen? Hier gehts zum Abzockwarner.
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Kommentare (16)Add Comment
Wir sind auch von einer Zahlungsaufforderung betroffen
geschrieben von LoLe, 28/07/10
Danke vielmals das diese Abzocke der Gewerbeauskunft-Zentrale hier öffentlich gemacht wird und das es hier auch die Möglichkeit gibt sich mit anderen Leidgenossen auszutauschen.

Ich hoffe das sich möglichst viele Betroffene melden so das wir gemeinsam etwas gegen die Abzocker der GWE-Wirtschaftsinformations GmbH bwz. Sebastian Cyperski machen können.

Liebe Grüsse

Lo.
...
geschrieben von naddi, 28/07/10
hallo lo.

ich bin auch auf die gewerbeauskunft-zentrale reingefallen!!!

was können wir denn gemeinsam machen?

grüßle

naddi
...
geschrieben von frohnatur, 02/08/10
Bin leider auch hereingefallen. Was kann ich tun? Wer ist so freundlich und hilft mir weiter?
GWE - Gewerbeauskunft-Zentrale Düsseldorf
geschrieben von Carmen Ingeb. Krug, 03/08/10
Um zu verhindern, daß diejenigen, die beim ersten Anschreiben dieser GmbH nicht reingefallen sind (wie z.B. ich),nicht doch noch reinfallen, informiere ich hiermit, daß an die "Renitenten" noch ein zweites Anschreiben folgt (heute bei mir eingegangen), versehen mit dem vorwurfsvoll klingenden Satz: "Schreiben ist Ihnen schon am 08.07.2010 per Post zugesandt worden!" Lassen Sie sich nicht beeindrucken und schweigen Sie weiter! Gruß aus München
Abzocke Gewerbeauskunft-Zentrale
geschrieben von J. Cornelius, 10/08/10
Hallo,
ich bin leider auch drauf reingefallen.
Ich habe alles meinen Anwalt gegeben. (Kostenpunkt über 80 Euro)
Er hat einen Brief geschrieben wegen arglistiger Täuschung. Jetzt habe ich ein Angebot, Laufzeit gekürzt auf 1 Jahr und 40 % Rabatt auf ein Jahr. Kommt es zu mehreren Briefwechsel, bezahle ich mehr an meinen Anwalt. Warum gibt es keine Sammelklage? Warum wird Ihnen nicht das Handwerk gelegt. Ich musste nur das Gewerbe anmelden, da ich eine Photovoltaikanlage auf meinem Dach habe.
Ich habe kein Interesse an einer Veröffentlichung. Verbraucherzentralen sind auch kostenpflichtig, da habe ich versucht mich hinzuwenden.
Ich auch...
geschrieben von peterjilski, 12/08/10
Ich möchte mich an einer gemeinsamen Aktion beteiligen!
Gibt es schon jemand der koordiniert?
Ich auch...
geschrieben von Peter Jilski, 12/08/10
Gibt es schon einen Koordinator? Ich wrde mich gern einer gemensamen Aktion anschliessen!
Ebenfalls reingefallen
geschrieben von Wuzel, 13/08/10
Meine schwiegermutter ist ebenfalls darauf reingefallen.Rechtsschutz hat sie keinen und zahlen tut sie nicht.ein Typ von dieser Firma hat heute abgerufen und gefragt warum die fällige Zahlung noch nicht beglichen ist. Was sollen wir machen?
Gehe mal davon aus das Gerichtsvollzieher bald kommen wird oder.
P.s,: gebt mir Bescheid wie euer rechtsbestand über die Sachlage nun reagiert
MfG s
... und wieder jemand darauf hereingefallen
geschrieben von Schulz, 14/08/10
auch mir ging es so. Habe heute die Rechnung erhalten. Gibt es noch weitere Erfahrungen, insbesondere gerichtliche Urteile gegen die Machenschaften dieses Herrn? Einer Sammelklage wrde ch mich gerne anschlieen. Wie verhaltet Ihr Euch?
...
geschrieben von mik, 16/08/10
Vater hat nun zum dritten Mal (sehr aufdringlich) entspr. Post von GWE bekommen (übrigens in Berlin!). "Kleiner" Fehler von Gewerbeauskunft.de: Vorname und Hausnummer stimmten nicht, denn Sohnemann ist der Selbständige und wohnt ein paar Aufgänge weiter...
Wir haben die (mögliche) Abzocke im Kleingdruckten schnell entdeckt, denn uns erreichen inzwischen fast täglich ähnliche Briefe oder Faxe...
Zuletzt besonders dreist ein sogen. "Steuerbüro", das gar keins ist (liest man auch erst im Kleingedruckten) und im Endeffekt 39,95? mtl. über 24 Monate für ca. 5 Faxseiten verlangt, vermutlich für Infos die ohnehin jeder Unternehmer schon kennen muss.
Meine Strategie inzwischen:
Mit Edding quer über das jeweilige Formular schreiben, wie in etwa "unerlaubte Werbung/unlauterer Wettbewerb, Meldung bei Verbraucherschutzzentrale erfolgt, keine weitere Belästigung sonst Anzeige wg. B****gsverdacht" und natürlich keine Unterschrift!!! und so zurück schicken. Danach war bisher jedesmal Ruhe, und das Porto ist es uns dann allemal wert ;)

Leute, seid echt wachsam und lest sehr genau was ihr unterschreibt und hört genau hin, falls euch jmd anruft... Obwohl längst verboten blüht nämlich die gleiche Abzocke am Telefon, schlimmer als je zuvor...
Abzocke! Kann mir jemand helfen ?
geschrieben von Bernd W., 19/08/10
Hallo,

ich bin ebenfalls ein Opfer dieser Gewerbeauskunfts-Zentrale. Ich habe mir das Schreiben leider nicht richtig durchgelesen, da ich dachte es ginge nur um eine Aktuallisierung meiner Daten ( Sonnenstudio in einem kleinen Örtchen ). Also habe ich das Schreiben abgestempelt und unterschrieben. Daraufhin kam die Rechnung!
Hat jemand einen Tipp wie ich da wieder raus komme?

danke im voraus!
Bernd
...
geschrieben von Victoria U., 24/08/10
Ist die Sammelklage schon am laufen? Kann man sich noch beteiligen?
...
geschrieben von Andy , 25/08/10
Hallo ,
nachdem ich den bekanngten Briefen und Rechnungen massiv wiedersprochen habe, gab es jetzt ein Kulanzangebot , in dem mir ein Rabatt von 40% allerdings bei sofortiger Bezahlung angeboten wurde. Dieses sei , laut Schreiben tel. besprochen worden , obwohl unter dieser angegeben Festnetznummer niemals Jemand zu erreichen ist ... unglaublich !
Ein Faupax und eine Frechheit ! Nochmal zum Anfang , ich hatte die ersten Anschreiben einfach ignoriert , so bekam ich sogar eine Mahnung , dieses Formular endlich auszufllen. Habe aber alles archiviert und werde nicht einen Cent an den Bauernfnger zahlen ...Die Infos ber unsere Firmen hat er einfach unserer Homepage entnommen ... wie toll !
Bleibt alle standhaft , nur msst ihr immer und auf jedes Schreiben antworten und wiedersprechen , so kann er keinen Mahnbescheid erwirken und auf ein gerichtliches Verfahren wird er es nicht ankommen lassen !
ANDY
...
geschrieben von Kathrin, 29/08/10
Hallo,
Ich bin fassungslos! Das ist mir noch nie passiert. Auch ich habe die Rechnung über 596,06? vor mir liegen. Und genau 14 Tage nach dem ich gefaxt habe, haben die die Rechnung ausgestellt. Jetzt, wenn ich das AGB lese, klingt jeder Satz wie ein Hohn, nach dem Motto "hahaha reingelegt-selbst Schuld". Ich werde es wie Andy machen und einfach, totz verstrichener Zeit, Widerspruch einlegen und wahrscheinlich auch einen Rechtsanwalt kontaktieren.
Kathrin
auch betroffen
geschrieben von Peter, 30/08/10
Hallo, bin normalerweise immer vorsichtig und informiere mich bei solchen Sachen immer erst vorher. Aber diesmla habe ich gepennt bzw. nicht richtig das "kleingedruckte" gelesen. Habe auch die Rechnung bekommen. Falls eine Sammelklage am Laufen ist bzw. ins Leben gerufen wird, bin ich auch dabei bzw. der Verein, fr den ich spreche. Echt link sowas.
Gibt es eine Mglichkeit aus der Nummer rauszukommen ?? Einfach nicht bezahlen ist eine Sache, aber was noch auer zu Wiederrufen obwohl die Frist abgelaufen ist??

Peter
abzocke
geschrieben von miki, 31/08/10
die handwerkskammer rhein-main hat uns per mail gewarnt gehen jetzt zur polizei ttigen eine anzeige UND auch gegen den anwalt dieser firma wegen schufa eintrag

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